Chromate im Motorraum von Pkw, Nutzfahrzeugen und Baumaschinen
Moderne Dämmstoffe an Abgaskrümmern, Turboladern, Abgasleitungen und Komponenten der Abgasnachbehandlung (DPF, DOC, SCR) bilden an chromlegierten Heißteilen krebserzeugende und chronisch umweltschädliche Chrom(VI)-Verbindungen.
Bei der Materialauswahl für die Hitzeschilde wurde etwas übersehen
Bei der Materialauswahl für Hitzeschilde und beim Einsatz faserfreisetzender Dämmstoffe haben die Hersteller nicht erkannt, dass basische Oxide, insbesondere Calciumoxid als Hauptbestandteil aller gängigen Dämmstoffe der Fahrzeug- und Antriebstechnik, in Verbindung mit „thermisch belasteten, chromlegierten Industriebauteilen“ (BAuA, TRGS 561) bei höheren Betriebstemperaturen Chromate bilden.
Sicherlich wurden Sie von Ihrem Fahrzeughersteller oder Servicepartner über die Gefahren für Arbeitssicherheit und Umwelt und die unverzüglich umzusetzenden Schutzmaßnahmen informiert.


Chrom(VI)-positiv: Nachweise in verschiedenen Bereichen des Motorraums
Die violette Verfärbung der Teststäbchen bzw. Reaktionsproben zeigt eindeutig Chrom(VI)-positive Ergebnisse an. Die hautresorptiven Staubpartikel befinden sich unmittelbar im Arbeitsbereich eines Mechanikers.
Bei einigen Modellen wurden Chromate auch im Ansaugbereich der Innenraumbelüftung nachgewiesen. Inwieweit diese in den Fahrzeuginnenraum gelangen, ist noch nicht bekannt. Ein theoretisches Risiko, dass der im Motorraum entstehende Staub auch in den Fahrer- und Beifahrerbereich, im Fahrerhaus von Lkw, gelangen kann, lässt sich nicht ausschließen.


Chrom(VI)-Verbindungen auf Oberflächen und Verbindungsteilen
Wer kennt sie nicht, die gelblichen, grünlichen und weißlichen Ablagerungen im Flanschbereich, an den Rändern von Hitzeschilden und in der Umgebung wärmegedämmter doppelwandiger Bauteile, an Dieselpartikelfiltern, Downpipes, Turboladern, Katalysatoren, Schalldämpfern und kompletten SCR-Systemen.
Auch diese hautresorptiven und luftgängigen Stäube können aus reinen Chromaten oder chromathaltigen Ablagerungen bestehen und sind damit eine Gefahr für Gesundheit und Umwelt. In nahezu allen Fällen handelt es sich um Calcium- und/oder Natriumchromat.
Auch Fahrer und Baumaschinenführer kommen mit Chromaten in Berührung
Je nach Fahrzeugtyp bilden sich krebserzeugende Chromate auch in Bereichen, in denen Pkw- und Lkw-Fahrer oder Baumaschinenführer selbst arbeiten:
- beim Prüfen des Ölstands
- beim Kontrollieren oder Nachfüllen von Betriebsflüssigkeiten
- bei leichten Wartungsarbeiten
Halten Sie vor diesen Tätigkeiten stets Reinigungstücher bereit, denn Chrom(VI)-Verbindungen sind äußerst gefährlich, wenn sie über die Haut aufgenommen oder im schlimmsten Fall verschluckt werden. Wischen Sie den Arbeitsbereich im Motorraum sorgfältig mit KavarWipe®-Tüchern ab und geben Sie die gebrauchten Tücher in die beiliegenden Beutel, die Sie zur Entsorgung an uns zurücksenden.

Isolierbänder aus Glas oder Basalt um Edelstahl-Abgasrohre
Diese „Lösung“ ist besonders problematisch. Die calciumhaltigen Glasfasern reagieren nicht nur an der Oberfläche des umwickelten Rohrs. Gelöste Fasern können sich überall im Bauraum auf anderen heißen Edelstahlbauteilen absetzen und dort, weit entfernt von der eigentlichen Isolierung, Chromate bilden.
Entfernen Sie das Gewebeband vorsichtig und reinigen Sie den Motorraum mit KavarClean®-Produkten. Fragen Sie Ihre Chromatexperten nach calciumfreien Dämmlösungen, auch in Bandform.


Als Betroffener und Leidtragender brauchen Sie KavarClean® und KavarWipe®
Bei jedem Wartungsvorgang, bei dem Sie auch nur im Geringsten mit diesem Karzinogen in Berührung kommen, zu Ihrem eigenen Schutz und zum Schutz unserer Umwelt. Um die Bildung krebserzeugender Stäube zu verhindern, müsste ein calciumfreies Hitzeschild eingesetzt werden. Sprechen Sie mit dem Fahrzeughersteller, dem das Problem bekannt sein wird.
KavarClean®





