Chromathaltige Stäube an Heißteilen reinigen, binden und sicher entfernen
KavarClean® und KavarWipe® von Kavarmat® reduzieren Chrom(VI)-Verbindungen auf chromlegierten Heißteilen, binden lungengängigen Staub direkt beim Auftragen und machen Wartung, Reparatur und Sanierung beherrschbar, überall dort, wo eine Substitution des Dämmstoffs (noch) nicht möglich oder erst später geplant ist.

Chromate entstehen dort, wo basische Oxide auf Chrom treffen
Nahezu alle Dämmstoffe der Fahrzeug- und Antriebstechnik enthalten 15–20 % basische Oxide, Materialien für besonders hohe Temperaturen sogar 40–60 % Calciumoxid. Liegen diese Dämmstoffe als Hitzeschild, Matte oder Band auf einem chromlegierten Heißteil, reagieren Calcium- und Natriumoxid bei höheren Betriebstemperaturen, teilweise bereits ab 200 °C, mit Sauerstoff, Luftfeuchtigkeit und den Chrom(III)-Verbindungen der Passivschicht (Cr₂O₃) zu Calcium- und Natriumchromat (CaCrO₄ | Na₂CrO₄).
Ein Heißteil aus Edelstahl enthält im Ursprungszustand kein Chrom(VI). Chromatstaub hat immer eine externe Quelle, den calcium- und/oder natriumoxidhaltigen Dämmstoff. Calciumoxidhaltige Dichtungen und Montagepasten lösen denselben Prozess aus, sodass auch Flansche, Verbindungsschrauben und Muttern betroffen sind.

basische Oxide in nahezu allen Dämmstoffen der Fahrzeugtechnik (15–20 %)
Calciumoxid in Materialien für besonders hohe Temperaturen (40–60 %)
ab dieser Temperatur setzt die Chromatbildung teilweise bereits ein
Aufbewahrung des Expositionsverzeichnisses durch den Arbeitgeber
Einmal gebildet, zerfallen Chrom(VI)-Verbindungen nicht wieder
Im Laufe des Betriebs reagieren die Oxide zunehmend mit der thermisch belasteten Passivschicht. Der Schmelzpunkt der entstehenden Chromate liegt weit über der Betriebstemperatur. Es ist ein Kreislauf, verursacht durch einen systemischen Konstruktionsfehler einer weltweit tätigen Industrie.
Für Motorräume ergibt sich daraus eine doppelte Gefährdung. Chromate bilden sich direkt zwischen Heißteil und Dämmstoff und werden durch den Wärmestrom freigesetzt. Gleichzeitig lösen sich Fasern aus nicht vollständig geschlossenen Hitzeschilden, lagern sich auf nicht isolierten chromlegierten Heißteilen ab und bilden dort unkontrolliert neue krebserzeugende Verbindungen.
Voll ausgebildet erkennt man Chromate als gelbliche oder grünlich-gelbe Ablagerungen, besonders auf Edelstahl. Sie können sich aber bereits gebildet haben, bevor sie ihre typische Farbe annehmen, als weißlicher, lungengängiger Staub, der leicht mit gewöhnlichem Schmutz verwechselt wird.


Krebserzeugend, hautsensibilisierend, sehr giftig für Wasserorganismen
Die freigesetzten Chrom(VI)-Verbindungen, im Folgenden Chromate, sind nach GESTIS eindeutig als gefährlich eingestuft.
- H350 Kann Krebs erzeugen.
- H317 Kann allergische Hautreaktionen verursachen.
- H410 Sehr giftig für Wasserorganismen mit langfristiger Wirkung.
Die MAK- und BAT-Werte-Liste führt die Stoffe als krebserzeugend (Kategorie 1), keimzellmutagen (Kategorie 2), hautresorptiv (H) und kontaktallergen (Sh). Für Stoffe der Kategorien 1 und 2 nennt sie keine Konzentration, die noch als unbedenklich gilt.
Wo eine Exposition nicht auszuschließen ist
Eine Fachveröffentlichung der deutschen Berufsgenossenschaft „BG Verkehr“ nennt insbesondere:
- Arbeiten an Industrieisolierungen von Kraftwerken und Biogasanlagen
- Arbeiten an der Isolierung thermisch belasteter Bauteile in Maschinenräumen auf Werften
- Arbeiten an der Isolierung thermisch belasteter Bauteile an Pkw-Motoren in Kfz-Werkstätten
- Arbeiten an der Isolierung thermisch belasteter Bauteile in der Luftfahrt, z. B. an Turbinen
Chromatstaub darf nicht verteilt, aufgewirbelt, abgeblasen oder mit der Drahtbürste bearbeitet werden.
Entwickelt, damit Mechaniker und Fahrer die Schutzmaßnahmen einfach umsetzen können
Das Wirkstoffsystem aus einem organischen Reduktionsmittel und einer komplexierenden Säure reduziert Chrom(VI)-Verbindungen in erheblichem Umfang zu Chrom(III)-Verbindungen und ermöglicht deren Entfernung. Die feuchten KavarWipe®-Tücher binden den Staub beim Auftragen, ohne Sprühstoß und ohne Sprühschatten.

KavarClean®Redox Powder
Pulver zum Selbstanmischen. Eine 50-g-Flasche ergibt zwei gebrauchsfertige 500-ml-Sprühflaschen.
Anwendung ansehen →
KavarWipe®
2 l Wasser, 250 g KavarClean® Pulver und eine Rolle ergeben 250 gebrauchsfertige Dekontaminationstücher.
Anwendung ansehen →
Verantwortung bis zum Schluss
Gebrauchte Tücher kommen im beiliegenden Beutel und im Originalkarton zur fachgerechten Entsorgung zu Kavarmat® zurück.
Rücknahmekonzept →Anwendung an einem ausgebauten Bauteil im Schwarzbereich
Der Film zeigt in 18 Schritten den Ablauf mit Material- und Personalschleuse: Boden, Werkbank und Personalschleuse abdecken, das abgedeckte Bauteil über die Materialschleuse einbringen, feuchte KavarWipe®-Tücher auf Schrauben und verdächtige Flächen legen, die Tücher mit der saugfähigen Unterlage einpacken, den Rückgabesack in der Materialschleuse nachsprühen und Schutzanzüge und Handschuhe über den Abwurfschacht entsorgen.
Der Film ist englisch beschriftet.

Warum wir unsere Produkte Reiniger nennen
Umgangssprachlich heißen solche Mittel Chrom(VI)-Neutralisierer. Eine Neutralisation im chemischen Sinn findet nicht statt, und eine dauerhafte Wirkung ist ausgeschlossen, solange der calciumhaltige Dämmstoff am Bauteil bleibt. Unter Betriebsbedingungen bildet sich Chrom(VI) erneut. Nachhaltig wirken nur Reinigung und Austausch.
Von der Werkstatt bis zum BHKW-Motorblock
Chrom(VI) verhindern Sie nur mit einem Dämmstoff ohne basische Oxide
KavarClean® beherrscht vorhandene Chromate. Damit keine neuen entstehen, muss die calcium- und natriumoxidhaltige Dämmung ersetzt werden. Kavarmat® fertigt dafür Hitzeschutz und Isoliermatratzen aus VitroSilK®, der Glasfaser der Cleansulation®Technology, frei von Calcium- und Natriumoxiden und einsetzbar bis über 750 °C.

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Pulver, Spray-Sets, Tuchsysteme, Nachfüllpacks und die Wisch- und Schnelltests von SEEF B.V. erhalten Sie im Kavar.Shop.
KavarClean®